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Schulanfang und die 1. Klasse

Wir wohnten seit die Prinzessin denken konnte, gegenbüber einer schönen Grundschule. Sie hätte tatsächlich nur über den Zebrastreifen gehen müssen, und schon wäre sie da gewesen. Hätte!! Leider ergab es sich anders und wir mussten umziehen, da es in der alten Wohnung zu eng wurde für uns vier. Also ging es los wir erkundigten uns wie wir es am besten anstellten, da wir einen Antrag auf Schulwechsel stellen mussten. Ok konnte ja nicht so schlimm werden. Dachten wir. Die netten Leute vom Schulministerium sahen das ein wenig anders: man kann das Kind sehr wohl in die alte Schule bringen und nach 8 wochen wechseln. Klar kann man, das möchte ich aber nicht. Ich habe auch oft die Schule gewechselt in den ersten vier Jahren und fand es schlimm! Und das wollte ich ihr ersparen sie sollte einen tollen Start in das Schulleben haben. Nach langen Telefonaten ( ich kann sehr hartnäckig sein) haben sie es dann eingesehen und haben einen Schulwechsel bewilligt.

Ein anderes Problem war ja, dass der erste Schultag ende August los ging und wir erst zum ersten Oktober umziehen konnte. Das hieß, wir entschieden uns die kleine Prinzessin jeden Tag zu ihrer neuen Schule zu fahren, denn wie gesagt wegen acht Wochen, sie auf die eine Schule Einzugewöhnen um sie dann wieder raus zu reißen wollten wir nicht. Und klar dass war dann ein wenig stressig, der Kleine noch ganz klein, überall in der Wohnung Umzugskartongs und dann die Prinzessin hin und her gerissen von ihren Gefühlen. Natürlich war sie sehr traurig dass sie sich von ihren Freundinnen trennen musste, und der Schmerz hält auch noch bis heute an, aber sie war trotzdem mega aufgeregt. Aber es war weniger ein Problem sondern wir mussten uns alle erst daran gewöhnen! Es hat wunderbar geklappt, klar natürlich war es eine fahrerei aber gut, es hatte ja bald ein Ende. Auserdem würden wir doch alles tun damit es unseren Kindern gut geht oder?

Wir bekamen grünes Licht und somit ging es los die neue Bücherliste und Materialsliste abzuarbeiten. Wir waren alles so aufgeregt, der Schulranzen wurde ständig neu sortiert, und geschaut dass auch nichts im Mäppchen fehlt.
Und dann war er endlich da: der Tag der Einschulung. Wir waren alle da zwei Papas (wie die Prinzessin es immer stolz erzählt) Omas und Opas und die Tanten. Es war sehr schönes Wetter und jedes Kind der 1.Klasse bekam einen „Paten“ zur Seite aus der 4. Klasse gestellt , an den man sich wenden konnte wenn man fragen oder Probleme hat. Es war sehr süß jedes Kind bekam von seinem Paten einen Brief in dem er/sie sich vorstellt, und als kleines Geschenk noch einen Schlüsselanhänger dazu. Danach ging es dann zur 1. Schulstunde mit der neuen Lehrerin, und die Eltern mussten im Hof warten. Als der „Gong“ läutete und die erste Stunde zu Ende war kamen alle ganz happy wieder nach unten. Im Anschluss wurden dann die Schulbilder gemacht, und die Zeitung machte auch noch ein paar für ihren Artikel. Wie aufregend.

Nach dem alles fertig war, entschieden wir uns dazu alle noch gemeinsam Essen zu gehen zur Feier des tages. Im Anschluss fuhren wir alle nach hause und ruhte uns von dem Tag aus.

Die Prinzessin fand zum Glück schnell anschluss und so vergingen die Tage. Es kam der erste Elternabend bei dem wir uns alle ein wenig besser kennenlernen konnten, dann wurde besprochen was die Lehrerin in dem 1. Schuljahr alles erreichen wollte und erklärte uns noch ein paar andere sachen. Danach ging es an die Elternsprecherwahl und tatsächlich wollte es keiner machen. nach ca.zwanzig Minuten erbamten sich dann doch zwei und dieses Thema war auch geklärt, und wir konnten nach Hause gehen.
Wir und vor allem ich, musste erst ein Konzept entwickeln wie wir es am besten machen. Sie hatte bis zwölf Uhr Schule und war bis ein Uhr in der Betreuung. Danach machte ich Essen oder es war schon fertig, auf jeden fall wurde dann gegessen, und im besten fall machten wir dann direkt die Hausaufgaben damit der Mittag dann frei ist für Sportaktivitäten. Am Anfang ließ ich sie erst ausruhen, damit sie sich ein wenig erholen konnte aber ich merkte schnell dass das Konzept nicht so aufging denn um so später es wurde, um so weniger Lust hatte sie. Also entschieden wir uns dafür sie weiterhin direkt nach dem Mittagessen zu machen.

Sie machte ihre Sache wirklich gut, die Lehrerin war sehr nett und mit den Mitschülern klappte es auch. Zum Glück.  Irgendwann kan sie nach hause und hatte einen Eintrag in ihrem Hausaufgabenheft, mit dem vermerk dass sie etwas vergessen habe! Zum wiederholten mal! Mhhh ich dachte dass könne sie schon aber auch das musste ich lerne sie ist noch ein Kind keine kleine Erwachsene. Und wenn ich überlege wie oft ich heute noch was vergesse dann hör ich hier mal lieber auf. Nun gut zwei Tage später kam der nächste, sie sei unruhig gewesen. Ok jetzt wird es solangsam spannend, am Anfang fiel ihr das still sitzen schon sehr schwer. Denn wenn man überlegt von 8 Stunden toben im Kindergarten zu 4 Stunden sitzen in der schule, ist das schon arg zumindest für die Prinzessin. Sie ist sehr bewegungsaktiv natürlich gibt es ja Pausen aber am Anfang ist es trotzdem schwer. Nach einem Gespräch mit der Lehrerin, waren wir uns einig der Kleinen einfach noch ein wenig Zeit zu geben denn das letzte Jahr hatte es doch in sich was Veränderungen an ging. Und es war gut. Sie hat sich eingefunden, und hat sich auch daran gewöhnt eben mal ein bisschen zu sitzen! Und was soll ich sagen das erste Jahr verging wie im flug, heute vor einem Jahr konnte sie kleinigkeiten schreiben wie ihren Namen oder die Zahlen. Doch heute? schreibt sie mir Briefe zum Muttertag oder den Einkaufszettel. Ich bin immer wieder erstaunt was für wahnsinnige Vortschritte sie gemacht hat. Meine kleine Prinzessin, unfassbar.

Die Elternsprecher organisierten z.B. auch einen Wandertag (ich berichtete davon), was ich ziemlich schön fand. Denn so hatte man die Gelegenheit, sich und die Kinder ein wenig besser kennenzulernen. Einmal im Monat gibt es auch einen Elternstammtisch, was ich wirklich gut finde.

Mit den Hausaufgaben ist das so eine andere Sache, ganz oft wird mal was vergessen, oder es war auf komische weiße nicht mehr auffindbar (vielleicht waren es ja Diebe??). Ich habe dann erfahren dass das aber nicht nur meiner Tochter so geht, sonder so ziemlich allen. Da muss ich ganz ehrlich sagen dass es manchmal sehr nervenaufreibend ist. Ich musste erst verstehen was für mich selbstversändlich ist, ist für die Kleine harte Arbeit. So musste ich lernen mich in Geduld zu üben, denn wenn z.B. Mathe ansteht bin ich manchmal sehr ungeduldig. Wenn die Aufgabe lautet: was ist die hälfte von achtzehn? dann gehen wir alles durch langsam und mühsam, was gibt 5+5? 10 genau. Und so zieht sich das gern mal zwanzig Minuten hin, und ich bin an manchen Tagen ein Wrack nach den Hausaufgaben. Aber gut wir wachsen mit unsere Aufgaben nicht wahr?

Wer von euch hat auch schon Schulkinder und kann mir seine Erfahrungen mitteilen im bezug auf Hausaufgaben?! Ich würde mich freuen von euch zu hören.

Bis bald eure Marie

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2 Kommentare zu „Schulanfang und die 1. Klasse

  1. Das mit den Hausaufgaben zieht sich durchs ganze Schulleben und wird gefühlt auch nicht besser. Unsere ist jetzt in der 10. am Gymnasium und so wirklich helfen kann man da leider nicht mehr.

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    1. Ja ich hatte die Hoffnung dass es vielleicht irgendwann besser wird. Aber gut, ich weiß ja wie es bei mir war! Es ist ein ständiges lernen auch für mich. Vielen Dank für den Kommentar . Liebe grüße Marie

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